Sonntag, 20. September 2009

Ein Nomade kehrt nach Hause

Wann ist man überhaupt ein Nomade? Und wo ist zuhause? Diese Fragen habe ich mir in den letzten Wochen gestellt als ich von Los Angeles zurück nach Zürich geflogen bin. Man kommt zurück in die Heimatstadt und hat keine Wohnung mehr. So habe ich bei Freunden und Familie gewohnt und musste jeden Morgen überlegen: Wo schlafe ich heute Abend? Was muss ich mitnehmen? Was lasse ich wo? Zum Glück ist Zürich so klein und überschaubar.

Nach Zürich zurück ging ich anfangs September um den OLAT User Day zu organisieren. Was ist OLAT? OLAT ist eine open source Lernplattform, also eine Software um e-learning Kurse zu erstellen, online Prüfungen durchzuführen, Kollaboration und Gruppenarbeit via Internet etc. OLAT wird an der Universität Zürich entwickelt und natürlich auch eingesetzt und - ich hoffe das wissen die meisten von euch - ich arbeite ja an der Universität Zürich im OLAT Team. Da OLAT weltweit verbreitet ist organisieren wir regelmässig Events in Zürich um die Community zusammenzubringen. Im Frühling 2008 hatte ich eine dreitätige OLAT Konferenz in Zürich organisiert und am Freitag, 11. September 2009 eben den OLAT User Day an welchem zugleich der 10. Geburtstag von OLAT gefeiert wurde.

Der Event wurde am Donnerstag Abend bei schönstem Spätsommerwetter mit einem Warm-Up Cocktail (Photos) in der Rio Bar eröffnet. Am Freitag trafen sich dann die ca. 80 Gäste aus der Schweiz, Deutschland und Italien am Irchel zu einer "Unconference" (Photos). Die Idee hinter einer Unconference ist, dass es eine bestimmte Anzahl (mit Beamer, Pinwand etc. ausgestatteten) Seminarräume gibt und die Leute selber Themen vor Ort vorschlagen und Seminare abhalten können. Das Ganze läuft also spontan ab und hängt von der Motivation und vom Interesse der Teilnehmerinnen und Teilnehmer ab. Ich hatte diese Art von Konferenz im letzten Oktober beim Google Summer of Code Mentoren-Treffen im Google Hauptquartiert in Mountain View miterlebt und fand es super. Natürlich gab es Bedenken, dass Zürich nicht Kalifornien sei (dazu mehr am Ende dieses Eintrages) und die Leute hier eventuell still und brav in ihren Sitzen bleiben würden und abwarten was passiert. Wir hätten für diesen Fall zwar einen Backup-Plan vorbereitet aber es wäre ziemlich uncool gewesen. Jedenfalls wurden die Leute dann wirklich aktiv, trafen sich in verschiedenen Sessions, diskutierten, präsentierten, philosophierten und lernten neue Leute aus dem Projekt kennen. Das Feedback der TeilnehmerInnen war jedenfalls sehr positiv und ich glaube den meisten die nach Zürich gereist sind hat es sehr gefallen.


Am Freitag Abend gabs dann ein grosses Geburtstagsfest für OLAT im Rimini. Die Rimini Bar ist jeweils im Sommer abends in der Männerbadi Schanzengraben. Lauschig gelegen gleich am bzw. im Fluss unterhalb des alten botanischen Gartens. Ich hatte den Ort ausgewählt um unseren Gästen nach einem Tag in stickigen Seminarräumen frische Luft zu gönnen und um Zürichs verborgene Perlen ein bisschen zu präsentieren. Im Gegensatz zur OLAT Konferenz, welche im März stattfand und wo ich beispielsweise Fondueessen in der Jurablickhütte auf dem Üetliberg und andere Winter-Anlässe organisierte, gabs diesmal ein Sommerprogramm. Aber Mitte September ist in Zürich nicht mehr wirklich Sommer und so war das Ganze etwas riskant, denn einmal gebucht und bezahlt (und im Rimini wird nicht zu knapp berechnet...) gabs kein zurück mehr. Doch wir hatten Glück, das Wetter stimmte und die Leute genossen es sichtlich (Photos). Der krönende Abschluss war dann eine 60cm Schoggi-Geburtstagstorte die im Sprüngli hatten machen lassen.


So war meine Arbeit eigentlich getan und die zweite Woche in Zürich kam ich mir auch ein bisschen nutzlos und überflüssig vor. Das merkte ich beispielsweise als ich eines morgens ins Büro kam und einfach kein Platz mehr frei war weil an diesem Tag alle (alle in unserem Team arbeiten Teilzeit und an verschiedenen Tagen) im Büro waren. Oder ich merkte, dass ich nicht mehr in Zürich richtig zuhause war als mich im Ausgang am Samstag Abend jemand fragte warum ich denn nicht am Young Gods Konzert sei? Man muss dazu wissen, dass ich ein "Young Gods Jünger" der ersten Stunde (das war ca. 1986...) bin und keine Band so oft gesehen habe wie die Young Gods. Jedenfalls spielten sie tatsächlich am letzten Samstag in Zürich in der Gessnerallee und Velo-sei-dank radelte ich sofort rüber und verpasste nur gerade die ersten 10 Minuten des Konzerts. Das ist das schöne an Zürich! In LA wäre das schwieriger, mit dem Velo sogar unmöglich.

Mein kurzer Besuch in Zürich endete am letzten Freitag, 18. September als ich am Flughafen Zürich den seit Marc Forsters Kurzfilm legendären Flug LX40 bestieg. Ein Non-Stopp-Flug ist schon eine feine Sache! Dazu muss ich vielleicht kurz ausholen und etwas über meinen Rückflug von LAX nach Zürich erzählen? Ein Flug der am 2. September in Los Angeles begann und am 4. September in Zürich endete. Das sagt wohl alles :-) Die erste Nacht war ein 4h Flug von LAX nach Washington DC wo ich mit Zeitverschiebung (man fliegt ja gegen die Sonne wenn man zurückkommt, die Tage sind also viel kürzer) um 7 Uhr landete. Dann 9h Aufenthalt in Washington (OK, ich hab dafür das erste Mal in meinem Leben das Weisse Haus und das Capitol gesehen, wenn auch ziemlich übermüdet nach einer Freinacht...) und um 18 Uhr Weiterflug nach Zürich wo ich wiederum morgens um 7 Uhr ankam. Zudem musste alles ausser nichtalkoholischen Getränken gekauft werden und es gab einen Film für alle (weiss nicht mehr mal was...).

LX40 hingegen ist das Gegenteil: Um 13 Uhr fliegt man in Zürich los und um ca. 16 Uhr landet man in Los Angeles. Das Bordunterhaltungsprogramm ist top, jeder wählt seine eigenen Filme aus, Food an Bord muss man nicht kaufen und auch die Drinks sind gratis. Der einzige Wermutstropfen: Ich sass neben einer sehr gesprächigen Mormonin... Und prompt redete sie auch weiter als ich begann den ersten Film zu schauen und auf die Frage hin was ich denn schauen würde und obs empfehlenswert sei musste ich ihr eingestehen, dass ich gerade "The Hangover" schaue... Nicht gerade der ideale Film für Mormonen, haha :-) So war mein zweiter Film "North by Northwest" der einfach jedes Mal wieder unglaublich gut ist. Irgendwann muss ich mir mal eine Hitchcock-Sammelbox zulegen!

Nun bin ich also wieder "back in Topanga" wo alles unglaublich "laid-back" ist. So waren wir gestern an der Einteilung der Fussball-Teams und ich hab Josiah und Seraina unglaublich gestresst weil ich befürchtete, dass wir zu spät kamen. Je nach Alter der Kinder gabs zu verschiedenen Zeiten eine Art Probetraining bzw. Einteilung in die Kategorien und die 11 und 12 jährigen wären um 11 Uhr an der Reihe gewesen. Natürlich waren wir die ersten und um 11 Uhr auch die einzigen. Der Coach kam auf uns zu und erklärte uns wie's läuft mit Fussball in Topanga: This is a non-competitive league, we dont count points, the kids do, there are no parents screaming on the side of the field, zwei Manschaften werden jeweils per Los erstellt weil wenn die Kinder ihre Mannschaften wählen sei das nicht gut etc. Und momentan sei noch gar niemand hier in seiner Kategorie aber diese würden schon noch kommen und den Anmeldezettel (den man bis gestern hätte ausfüllen müssen) hätte auch noch niemand ausgefüllt, das sei halt so eine Sache mit diesen Zetteln zum Ausfüllen, das mache niemand gerne in Topanga aber er würde dann noch ein paar Leuten die er kenne anrufen und deren Kids würden glaubs schon auch kommen und easy und überhaupt... Wozu nach Mexiko ziehen wenn man dasselbe auch in Topanga haben kann, haha :-) Jedenfalls kamen dann noch ein paar Kids in seiner Alterskategorie und haben auf dem Platz ein bisschen trainiert und Josiah hat dann noch munter mit den drei oder vier 13 und 14 jährigen weitertrainier weil ihm niemand sagte, dass sein Teil jetzt fertig sei :-) Ob er da nun wirklich mitmacht oder nicht weiss er noch nicht. We will see. Ich fände es jedenfalls amüsant samstags am Spielfeldrand mit Hippie-Eltern rumzustehen und einem non-competitve Fussballspiel zuzuschauen :-)

Da für uns (und die meisten andern hier wahrscheinlich auch...) der soziale Aspekt sowieso wichtiger ist als der Sport, wäre so ein Verein eine ideale Sache um neue Leute kennenzulernen. Josiah hat auch prompt ein "Playdate" erhalten gestern und geht am kommenden Dienstag mit einem der Jungs in eine Skaterhalle. Wusstet ihr was ein Playdate ist? Also ich mein ein Date, das kennt man ja, zwischen Erwachsenen oder Teenagern und so... Ein Playdate hingegen ist nur für Kinder, man trifft sich zum spielen. Ich weiss nicht ob ich jetzt jemanden sagen könnte, angenommen ich möchte einen Monopoly-Abend machen, lets do a Playdate. Das käme bei Erwachsenen vielleicht schräg rüber! Genau wie wenn ich jemanden ohne Hund für ein Fuckdate einladen würde. Denn - auch das habe ich gestern gelernt - es gibt auch Fuckdates und die sind nicht für Menschen. Seraina war am Strand mit Nachbars Hund spazieren als sie von einer Frau angesprochen: Such a cute dog und ob er kastriert sei und so - Nein - and we should do a Fuckdate sometime, I want puppies. Und als Seraina nach Hause kam mit einer Visitenkarte und der Einladung für ein Fuckdate war die Nachbarin hochentzückt, das sei ja super und Chuck (der Hund) hätte schon lange nicht mehr... und so weiter. Haha, Kalifornien... Schon recht lustig wenn man so unvermittelt in eine fremde Kultur hineingeworfen wird :-) Soviel für den Moment, das ist mehr als genug denke ich!

Sonntag, 16. August 2009

Video-Blog 1&2

Faceboo-User wissen: Seit wir (ähem... Seraina...) stolze Besitzer eines iPhone 3GS mit Video sind, beginne ich mit Videoblogs. Hier sind die beiden ersten Posts:

Freitag, 14. August 2009

Doch noch in letzter Sekunde auf ein anderes Haus gewechselt

Ich muss es gleich vorwegnehmen: Es lief anfänglich ziemlich Scheisse mit dem Haus mieten, denn kaum war der einjährige Mietvertrag für das Holzhaus unterzeichnet, da verdüsterte sich meine Laune und ich war plötzlich ganz und gar nicht mehr sicher ob das jetzt ein guter Schritt war... Warum? Einerseits weil wir noch ein bisschen mehr Einblick erhalten habe in die Nachbarschaft. Der etwas kleinere "Bikepark" weiter oben mit Schanzen und Hügeln entpuppte sich als Vergnügungspark von zwei fetten Amis die ihre ferngesteurten Benzinautos dort rumsausen lassen. Ich sah vor meinem inneren Auge schon zwei hochrote Fettgesichter die mich anschreien weil Josiah es gewagt hat mit dem Bike über ihre heissgeliebten Schanzen zu springen. Sind wir nicht genau nach Topanga gezogen um genau solchen Leuten aus dem Weg zu gehen? Vielleicht tue ich den Nachbarn ja unrecht, kennengelernt habe ich sie nicht, aber genau so war mein Gefühl...

Tja und bei der Wohnungsübergabe ging mir immer mehr der Laden runter, ebenso Seraina. Es begann damit, dass uns die Vermieterin bat, wenn wir doch Töpfe vorne auf der Veranda aufstellen würden - und wir sollen das doch tun das sähe so schön aus - dann bräuchten wir nicht nur die Unterteller sondern eben so kleine Füsschen damit die Unterteller nicht direkt auf dem Holz stünden. Und die Möbel drinnen die auf dem Parkett stünden bräuchten dann auch so kleine Filzfüsschen und auch der Spannteppich in den Schlafzimmern sei praktisch neu... Und die vielen Dachfenster die wir gern frei hatten - weil so viel schönes Sonnenlicht in die Wohnung gekommen wäre - die müssten vom Frühling bis Herbst jeweils abgedeckt sein weil sonst die Sonne den Parkett und die Möbel ausbleiche. Und und und... Fucking hell! Wir hatten gehofft, dass wir von den Vormietern einiges übernehmen konnten doch dem war nicht so, ausser ein paar Stühlen und einem hässlichen Sofa das sie uns für $500 verkaufen wollten war das Haus völlig leer. Selbst Internet, Telefon, TV-Anschluss etc. alles hätten wir bestellen müssen und womöglich Jahresverträge unterzeichnen müssen. Auch beim Haus selbst haben wir einen Jahresvertrag unterzeichnet obwohl ich bis jetzt erstmal nur ein Visum für 6 Monate hab...

Jedenfalls dämmerte es mir, dass dies nicht mein Ding ist und obwohl wir den Vertrag schlussendlich unterzeichnet hatten, wuchsen immer stärkere Zweifel auf. Am Abend war ich gar nicht in Festlaune und ich glaube das Wir-haben-ein-Haus-Abendessen in einem 24hour-Bowling-Diner-Restaurant gleich neben unserem unsäglichen Best-Western-Hotel irgendwo im nirgendwo war der Tiefpunkt unseres bisherigen Trips. Seraina hat immer versucht positiv zu sein und mir gut zuzureden doch in dieser Nacht überkam es sie, sie wachte um 3 Uhr auf und fand "das ist gar nicht gut, das war ein Fehler, was machen wir jetzt...?" Und so diskutierten wir eine Stunde um zu keinem Resultat zu kommen...

Am nächsten Morgen dann googlen: Kann man aus Verträgen aussteigen wenn man sich innerhalb von drei Tagen meldet? Es gibt Verträge wo man das kann, bsp. wenn man ein Haus kauft. Aber wenn man eins mietet? Wir habens nicht rausgefunden. Wir waren extrem verunsichert und irgendwann hab ich das Telefon genommen und der zweiten Frau angerufen deren Haus wir tags zuvor angeschaut hatten und die uns gleich am nächsten Tag zugesagt hatte. Ihr Haus war genial und ich hab ihr gesagt, dass wir einen Fehler gemacht hätten ihr abzusagen und ob es noch irgendeine Möglichkeit gäbe das Rückgängig zu machen. Und siehe da: Sie sei grad in einem Meeting und hätte nachher den anderen angerufen um ihnen zuzusagen aber natürlich können wir es noch haben! Yes! Schritt 1 ist geglückt.

Sehr verunsichert griff ich nun zum Telefon um der Besitzerin des Hauses anzurufen mit der wir am Abend zuvor einen Einjahresvertrag unterzeichnet hatten. Wir wird sie wohl reagieren? "Ist mir egal, nicht mein Problem, Vertrag ist Vertrag"? Oder verständnisvoll? Letzteres war zu meiner ganz grossen Erleichterung der Fall, ich war zwar nicht ganz so direkt wie hier in meinem Blog aber ich hab ihr versucht zu verstehen geben, dass wir uns dort nicht wohlfühlen würden, dass wir sicher mit den Nachbarn Streit hätten und, dass wir ihren hohen Ansprüchen eventuell nicht genügen könnten und sie dann auch unzufrieden wäre. Vermutlich zahlen wir ihr noch eine Abfindung, denn sie hatten allen anderen Leuten abgesagt, muss die Inserate neu schalten etc. aber das klären wir nächste Woche. Jedenfalls war ich sehr erleichtert, dass sie so hilfsbereit und nett ist, mein schlechtes Gewissen stieg dafür stieg ins unermesslich (und hält noch immer an...) Janu...


Am Abend dann trafen wir Timbre. Sie reist mit ihrem Mann nach Atlanta und die beiden arbeiten dort 6, 8, 12 oder mehr Monate. Sie wissen es noch nicht und für uns ist das ok, denn wir sind auch gern flexibel und nach der Horrornacht "Wir haben einen Jahresvertrag unterschrieben" war uns alles unstete mehr als willkommen :-) Jedenfalls begann sie die Tour durch ihr Haus so: Dieses Haus hat vor uns ein paar Junkies gehört und die haben das Haus fast getrasht". Türen und Fensterrahmen rausgerissen und auch sonst sehr unzimperlich mit Sachen umgegangen. So mussten Timbre und ihr Mann einiges flicken als sie das Haus kauften und sie noch immer dran. Das Dach ist nicht ganz dicht, an zwei Stellen muss man in der Regenzeit einen Eimer drunter stellen aber das Haus rockt! Es hat Charme!
Und es hat Möbel, Betten, Küchenausrüstung! Und es hat mit Abstand die grandioseste Terasse die wir je gesehen haben mit Blick direkt in den Sonnenuntergang! Und es hat HBO mit einem Supermegaflatscreen-TV, es hat Airport WLAN, es hat einen fetten Kühlschrank mit einem Ice-Crusher (auf das haben Josiah und ich uns besonders gefreut und wir waren enttäuscht, dass es im anderen Haus keinen hat. Ein Icecrusher ist so ein Teil das bei den Amis in den Kühlschrank eingebaut ist und direkt Eis rauslässt, crushed oder in Würfeln :-) Und aus unserem Schlafzimmer sehen wir direkt in die Ferne, super schön.





Warum haben wir uns nicht von Anfang an für dieses Haus entschieden? Erstens weil es kein Gästezimmer hat und doch schon ein paar Leute gesagt haben sie kämen uns besuchen. Aber oho, siehe da, es hat ja unten noch eine Grümpelkammer und als wir die bei unserem gestrigen Besuch zum ersten Mal sahen fragten wir Timbre ob wir den Grümpel nicht rausnehmen könnten und ein Büro (oder Gästezimmer?) draus machen könnten? Sure! But you do it! Sie hätte all die Schachteln schon dort reingeschleppt und wenn wir das zurückschleppen, no problem. Wir dürfen das Zimmer auch streichen, die Spanplatten rausbrechen, einen besseren Tisch reinmachen, sie bezahlen sogar das Material denn es wäre schon lange ihr Plan gewesen aus diesem Zimmer ein kleines Büro zu machen. Genial! Grund zwei warum wir nicht sofort zusagten: Weil wir ein bisschen Mühe hatten mit der Unsicherheit wann die beiden zurückkommen. Doch das war ja jetzt kein Thema mehr, siehe oben. Grund 3: Schlechtes Gewissen gegenüber der anderen Vermieterin mit der wir schon seit einer Woche verhandelten und sozusagen vor dem Abschluss standen. Können wir noch absagen? Tja, hätten wir doch... Und last but not least: Das Haus stand erst ab dem 1. September zur Miete frei und an diesem Tag muss ich ja in die Schweiz zurückreisen und wir wollten ja schon im August einziehen und uns installieren...
So endete der Abend bei einem Glas Wein auf ihrere Terasse und plötzlich kramte sie noch Gemüsesuppe hervor die sie tags zuvor gemacht hatte und lud auch noch die Nachbarn ein die auf demselben Grundstück wohnen. Super! Wir sind alle so erleichtert, dass wir dieses Haus nun zur Untermiete haben. Am Schluss übergab sie uns schon die Schlüssel und fand: Hey, ihr seid ja jetzt Homeless, wenn ihr vor dem 1. September kommen wollt, kein Problem, wir kommen sicher auch zu Viert gut zurecht...

Und so ging alles gut aus und wir sind entspannt in die Ferien nach Santa Cruz gefahren wo wir die nächste Woche biken werden und mal wirklich entspannen und ausspannen, keinen Stress mehr, nix mehr kaufen, organisieren, mailen, suchen, arbeiten, etc. Ferien!

Donnerstag, 13. August 2009

Vollgepackte erste Woche in Kalifornien

Es war eine ziemlich turbulente erste Woche die wir hier in Los Angeles erlebten. Bis gestern wohnten wir im Viertel "Echo Park" direkt am "Echo Lake" bei einem Kollegen von Seraina der in den Ferien war. In dieser Woche mussten wir praktisch alles organisieren und das erst noch ohne Internet weil bei ihm zuhause Internet ausgestiegen war (wir fanden nicht raus warum...). So wars ziemlich stressig und noch gestern Morgen als wir auszogen aus seinem Haus wussten wir nicht wo wir leben werden. Das hat sich dann glücklicherweise ein paar Stunden später geklärt, doch dazu mehr am Schluss.
Unser erster Tag ins Los Angeles war der Sonntag, 2. August 09. Der Tag begann gleich mit zahlreichen Hausbesichtigungen die wir schon von der Schweiz aus abgemacht hatten. Wir haben uns dabei auf eine Region namens "Topanga Canyon" festgelegt, denn dort sind einerseits die Schulen super und andererseits ist man ausserhalb vom Moloch Los Angeles mitten in der Natur. Für Seraina wird der Arbeitsweg an die UCLA trotzdem nur etwa 30 Minuten betragen (ausser es hat wahnsinnig viel Stau, da Seraina aber flexibel mit den Arbeitszeiten ist, wird sie den Stau umgehen können). Und Josiah und ich sind Mitten in einem Mountain Bike- und Wanderparadies. Vom Stil her ist Topanga ein altes Hippie-Kaff mit zahlreichen Musikern die dort leben, aber eher ein bisschen reicher und weiss geprägt.
Letzteres ist schade, denn Echo Park war genau das Gegenteil: Latinos, Chinesen, Schwarze, Weisse, ein bunter Mix an Leuten und am ehesten wohl mit dem Kreis 4 oder 5 in Zürich vergleichbar. Topanga wäre bei diesem Vergleich wohl eine Mischung aus Wipkingen und Seefeld oder so... :-) Amis die wir in den letzten Tagen getroffen haben bezeichneten Topanga als: Bohemian, Hippie, alternative, laid-back, easy-going, aber auch upscale und rich. We will see...

Jedenfalls haben wir zahlreiche Häuser angeschaut und ein paar wunderschöne Perlen gesehen, eine davon war leider grad ein paar Tage zuvor vermietet worden, eine andere haben wir nun erhalten (siehe Foto). Unser neues Zuhause ist ein 4-Zimmer-Haus für nicht ganz billige $2400 doch es hat einen grossen Garten mit zahlreichen Obstbäumen und hoffentlich netten Nachbarn die selber auch Mountain Biken (zumindest der Vater und der 13 jährige Sohn, ob die Mutter auch biken tut weiss ich nicht). Seraina und mir graut noch ein bisschen vor diesem Amerikanischen Einfamilienhaus-Mief der hier zum Teil in sogenannten "Gated Communities" (übersetzt: Eingezäunte Gemeinschaften, also EFH-Siedlungen die eingezäunt sind und bei den man nur durch ein kontrolliertes Eingangstor reinkommt, hier sehr häufig!) aber genau deshalb sind wir ja nach Topanga gezogen und hoffen darauf offene Nachbarn und nette andere Eltern in der Schule etc. kennenzulernen.
Und dann haben wir ja noch unsere Freunde aus der Schweiz die sich auch schon zahlreich gemeldet haben und uns besuchen werden. Mit ein Grund warum wir uns für ein etwas grösseres Haus mit 4 Zimmern entschieden haben. Wir ziehen nächsten Mittwoch dort ein und werden dann auch ein paar Fotos von innerhalb dem Haus publizieren.

Ein weiteres "Must" in Kalifornien nebst einem Haus ist das Auto. Was für ein Theater... Ich hasse es Autos zu kaufen, wie ich ja bereits auf Facebook kommentiert habe :-) Zudem hatten wir keine Ahnung was für ein Auto. Soll es ein grosses sein in dem unsere drei Bikes alle Platz haben? Dann müsste es ein benzinsaufendes SUV sein und das ist nicht wirklich unser Ding. Zumal ja die meiste Zeit Seraina einfach mit dem Auto an die UCLA fahren wird und ich vielleicht mal einkaufen. Oder ein Hybridauto a la Toyota Prius die hier unglaublich in Mode sind? Wäre cool, beginnt aber gebraucht bei etwa $15000 was dann doch ein bisschen viel ist. Kam dazu, dass wir auch nicht wussten wo wir das Auto kaufen sollen: Gebrauchtes Auto via Craigslist privat kaufen? Dazu gleich noch eine Story die uns wieder davon abbrachte. Oder bei einem Händler? Via Facebook habe ich dann von einer Kollegin einer Primarschulkollegin einen Tipp für eine Garage etwas ausserhalb von Los Angeles erhalten und dort mal angerufen. Sie hatten genau zwei gebrauchte Autos: Ein kleines Cabrio und einen VW Passat 1999 für $3000 den wir gleich gekauft haben. In dieses Auto passt erstaunlich viel rein und wir reisen gerade jetzt mit viel Gepäck (Campingausrüstung etc.) sowie Josiahs Bike oben drauf durch Südkalifornien. Für unsere Bikes haben wir noch so einen Ständer gekauft den man hinten anmachen kann.

Und hier noch die Craiglist-Story... Craigslist ist der grösste Kleinanzeigenmarkt im Internet hier in den USA und obwohl selbst auf Craigslist selbst oben auf der Seite jeweils Warnungen vor "Fraud" (also Betrug) ganz gross stehen haben wir uns darauf eingelassen ein Auto anzuschauen das unglaublich billig obwohl neu war. Der Typ hatte im Inserat nur eine Handy Nummer angegeben und als wir anriefen meldete sich "Frank" und wollte uns das Auto an der Ecke X und Y zeigen. Seine Adresse wollte er uns nicht geben. Für uns war die Sache eigentlich schon gegessen aber wir gingen trotzdem aus Neugierde hin (haben noch abgecheckt was das für eine Ecke ist, denn es gab auch schon Leute die so irgendwo hin gelockt und dann ausgeraubt wurden). Safe area, bewachter Parkplatz einer Bank mitten im Zentrum, no problem. Als er sich vorstellte war er dann plötzlich Yussef, als wir uns verabschiedeten war er wieder Frank, als er mir emailte war der Name in seiner Email-Adresse Vahid und als er uns zum nachfragen anrief und offensichtlich mit einem anderen potentiellen Kunden verwechselte war er plötzlich "Ralph". Soviel zu Craiglist und warum wir es wieder bleiben liessen :-)

Die letzte Woche war zwar stressig aber ganz nur immer Stress wollten wir dann auch nicht. So beschlossen wir Mitte der Woche (also Mittwoch) mal einen Pausentag einzulegen. Da es hier immer sonnig und zum Teil sehr sehr heiss ist, zog es uns in einen Wasserpark. Der grösste hier in der Gegend ist der Hurricane Harbor von der "Six Flags"-Kette. Das liegt neben dem weltbekannten Vergnügungspark Magic Mountain und der Kombi-Eintritt tönte sehr verlockend. Als es dann noch eine Promoaktion "for $10 more get a 2009 Seasons Pass" zu kaufen gab, wars um uns geschehen: Für stolze $100 pro Person haben wir uns nun also einen Jahrespass zugelegt *grins* Der Wasserpark war dann auch scheisse, es hatte so viele Leute, dass wir genau auf zwei Rutschbahnen waren und der Frass war zum kotzen und schweineteuer. Als ich Seraina und Josiah bat wegen den vielen Leuten schon mal bei den Pizzas anzustehen während ich das Geld aus dem Schliessfach holte, da waren die beiden nicht mehr zu sehen als ich zurückkam sondern ganz woanders am warten. Ihre Begründung warum sie nicht angestanden sind? Es stank so unglaublich nach Kotze bei diesem Fastfood-Ständen, dass sie es nicht aushielten. So musste ich dann anstehen (und wirklich: bei diesen Fressposten stinkt es immer nach Kotze! Ob das der "Käse" ist?) und das gekaufte Cheesebread lag uns dann auch wirklich sehr auf dem Magen.

So wechselten wir rüber in den Magic Mountain und wollten uns auf den wildesten Achterbahnen der Welt die Pizzas wieder aus dem Magen... You get the picture. Wir begannen unseren Besuch gleich mit der neusten Bahn, der X2. Und ich muss schon sagen: Das war der Hammer! Man sass da in einem Sitz der drehte, die Beine baumeln im leeren und das Bahn schiesst rauf und runter, kopfvoran, rückwärts, vorwärts, drehend, wie ich es noch nie erlebt habe. Wirklich geil! Josiah und ich haben schon beschlossen, dass das unser regelmässiges
"Nach der Schule"-Feierabendfährtchen wird :-) Die anderen Bahnen waren auch recht toll aber die Warterei, teilweise bis zu einer Stunde, war schon etwas nervig. Auch nervig war, dass man immer die Wertsachen in Schliessfächer deponieren musste und sonst gar nicht auf die Bahn gelassen wurde. Die Schliessfächer kosteten natürlich immer einen Dollar und am Schluss hatten wir prompt kein Geld mehr. Was tun? Jemand wartet? Nicht lustig, erstens weil alle auf die "Batman-Bahn" gehen wollten und zweitens weil man so lange warten muss. Nicht gehen? Keine Option. Da es schon dunkel war versteckten wir unseren Sack in einem Gebüsch und achteten darauf, dass uns niemand sah. Murphys Law sagt, dass einem immer jemand sieht und prompt war die Tasche mitsamt Digicam, zwei Handys, Badesachen und Sonnenbrillen nachher weg. Scheissdreck, wir haben uns wahnsinnig aufgeregt, waren aber selber schuld. Welcome to LA.

Auch drin war der automatische Türöffner für unser Mietauto, glücklicherweise hatte ich den Autoschlüssel selbst abgenommen und einen Hosesack mit Reissverschluss gehabt. So rannte ich praktisch auf den Parkplatz um allfälligen Dieben zuvorzukommen. Der Parkplatz war übrigens soooooooooooooooo gross war wie noch kein Parkplatz den ich je gesehen hatte (und war froh, dass ich noch im Kopf hatte mit dem Parkplatz-Bus - ja es gibt einen Bus vom Parkplatz zum Eingang :-) - bis zur Endstation zu fahren, denn hätte ich unser Auto irgendwo mitten drin parkiert, ich hätte es nie mehr gefunden). Das war sicher unser Glück, sonst wäre das Auto ev. auch noch weg gewesen...

Es gäbe noch einiges mehr zu erzählen doch das soll mal fürs erste reichen. Will euch ja nicht überfordern mit blablabla...

Freitag, 26. Juni 2009

Kalifornien wir kommen!!!

Am 1. August ist es soweit: Seraina, Josiah und ich fliegen nach Los Angeles!!! Für ein Jahr nach Kalifornien, juhuii :-) Seraina hat ihr Auslandstipendium beim Nationalfonds erhalten und wird an der UCLA zum Thema "Lateinamerikanisches Kino" forschen können. Und ich werde Teilzeit für die Uni Zürich bzw. für OLAT und eLML in den USA arbeiten können, Konferenzen besuchen, Kontakte knüpfen mit US-Universitäten, OLAT-Marketing betreiben und vieles mehr. Falls ihr Kontakte zu Hochschulen oder Open Source Firmen, Projekten, Personen etc. in Kalifornien bzw. den USA habt, dann lasst es mich wissen :-) Mehr Details folgen demnächst in diesem Blog!

Wohnung in Los Angeles gesucht!
Wir suchen etwas in Los Angeles in der "Nähe" (bis max. 1h Fahrzeit) der University of California Los Angeles (UCLA). Falls ihr etwas wisst, schickt mir eine Mail!

Wohnung in Zürich für ein Jahr zur Untermiete zu vergeben!
Tja und für unsere Wohnung suchen wir jemanden: Ab 1. August 2009 bis Ende August 2010 sind wir in den USA und suchen deshalb Untermieter für unsere Wohnung an der Hegibachstrasse. 4 Zimmer, Badewanne in der Küche, Balkon, Dachterrasse, Garten und Parkett. Kurz: alles, was das Wohnen ausmacht. Die Wohnung ist möbliert, hat ein Kinder-Jugendlichenzimmer (kann aber ausgeräumt werden) und ist für eine Familie oder Paar ideal. Nachbarn sind alle total nett und das Ganze ist bezahlbar. Mit Nebenkosten (Heizung, Strom, Wasser, Gas) 1800.-. Internet, Telefon, Zeitungsabos nach Absprache :-)

Bei Interesse Mail an wohnunghegi@diskurs.ch. Leitet das Email an Interessenten weiter! Fotos findest Du hier.

Sonntag, 26. Oktober 2008

Google Summer of Code Mentor Summit in Mountain View, California, USA

Wie einige von euch wissen haben wir (Universität Zürich) mit unseren Open Source Projekten OLAT und eLML am diesjährigen Google Summer of Code Programm (GSoC) mitgemacht. In diesem Programm hat Google im Fall von OLAT total 8 Stipendien für Studierende bezahlt die einen Sommer lang an unseren Projekten mitgearbeitet haben. Für die Mentoren welche diese Studierenden betreut haben gab es nun im Google Hauptsitz (dem Googleplex) in Mountain View, Kalifornien, eine zweitägige Abschlusskonferenz. Pro Organisation waren zwei Personen eingeladen an dieser Konferenz teilzunehmen. Da total rund 170 Organisationen bei GSoC mitgemacht haben (aber nicht alle am Summit teilnahmen) waren es insgesamt rund 200 bis 250 Personen im Googleplex zusammengekommen und haben in zahlreichen Sessions über die Zukunft von Open Source und die verbesserte Zusammenarbeit diskutiert. Von der Universität Zürich sind Guido Schnider (Java-Programmierer) und ich nach Kalifornien gereist und haben am Summit teilgenommen. Hier ein paar Eindrücke...

Via Frankfurt gelangten wir relativ übermüdet am Freitag Abend nach San Francisco und weiter per Mietauto nach Mountain View. Für das gemeinsame (Pre-Summit) Abendessen waren wir schon zu spät doch für ein Bier bzw. Glas Wein reichte es noch. Wie alle Anwesenden wurden auch wir beide von Leslie, der Organisatorin des Summits, überschwänglich begrüsst und genausoschnell wieder vergessen :-) Überhaupt lief einiges an diesem Wochenende sehr, sehr amerikanisch ab und war für viele Europäer etwas gewöhnungsbedürftig... Jedenfalls sprachen wir mit ein paar Leuten und verabschiedeten uns dann gegen 21 Uhr relativ früh. Für unsere innere Uhr war es aber mittlerweilen schon bald wieder Morgen und so konnten wir uns nur noch knapp wach halten. So gings zurück ins von Google gesponserte Hotel und ich muss sagen, dass sich Google nicht lumpen liess. Das Domain Hotel ist ein super Hotel mit bequemen Betten, ruhigen Zimmern und sogar einem Pool und Spa. Alles was man braucht für eine erholsame Nacht.

Die hatten wir dann auch (zumindest ich, kann ja hier nicht für Guido sprechen), waren aber beide Jetleg-bedingt schon um 5 Uhr hellwach. Um halb sechs riefen wir mal bei der Reception an was das Hotel denn so biete und so standen wir um 6 Uhr im Fitnessraum und eine halbe Stunde draussen im Pool am Längen ("Kurzen" müsste man sagen) schwimmen und anschliessend im heissen Spa am hängen und den Sonnenaufgang geniessen. Ziemlich luxuriös. Etwas später waren wir dann so circa die ersten die das (etwas bescheidene) Frühstücksbuffet stürmten, da aber viele Mentoren im selben Hotel einquartiert waren und die meisten aus Europa ebenfalls am Tag davor anreisten und somit schon hellwach waren, füllte sich der Saal recht schnell.

Um zehn Uhr gings dann zu Google wo es nochmals ein (gesundes) Frühstück gab. Man muss hier einwerfen, dass es im gesamten Googleplex (das Gelände umfasst mehrere Gebäude) überall Food und Getränke-Stationen gibt und alles gratis und vor allem alles sehr sehr gesund ist. Das heisst, Biosäfte, Vollkorn-Chips, frische Früchte etc. Ziemlich fein! Das könnte die Uni auch einführen! Nach dem Frühstück kam die Eröffnungssession und die lief ungefähr so ab, dass jeder und jede der bzw. die ein Thema diskutieren wollten dies auf eine grosse Pinwand schrieben und sich einen Raum organisierten. Jede Session dauerte etwa anderthalb Stunden und so wechselte man immer wieder den Ort und sass mit anderen Leuten zusammen um über ein Thema zu diskutieren. Am Samstag teilten Guido und ich uns auf und nahmen an verschiedenen Sessions teil. Guido mehr an technischen Sessions und ich mehr an eLearning/Education sessions. Alles in allem ein sehr ergiebiger Tag bei dem wir viele Leuten kennenlernten. Leute aus Organisationen wie dem IMS Global Learning Consortium oder von anderen LMS wie Sakai oder Moodle. Ob sich die diskutierten und geplanten Zusammenarbeiten dann auch wirklich realisieren werden hoffen wir natürlich, wird sich aber zeigen.

Am Abend gabs dann im Wild Palms Hotel eine Pool Party mit Pizza. Ganz nett aber nicht umwerfend. Vor allem die Amerikanische Reglung "Kein Alkohol beim Pool" war etwas komisch, aber ok...

Sonntagmorgen wieder dasselbe: Zuerst Sport (joggen diesmal) und anschliessend Pool, diesmal eine Stunde später. Die Sessions am Summit waren am Sonntag etwas weniger ergieber aber nichtsdestotrotz spannend. Am Nachmittag liess die Aufmerksamkeit aller Teilnehmer deutlich nach und man begann sich vor allem durch die Verpflegungstationen zu fressen und mit den Leuten auf dem Google Campus rumzuhängen und zu schwatzen. Nach Gruppenfotos und einer völlig sinnlosen und überflüssigen Abschlusssession wars dann auch schon vorbei. Kurzweilig aber sehr ergieb würde ich als Fazit schreiben. Man muss dazu sagen, dass es nichts vergleichbares gibt, denn es waren Leute von praktisch allen wichtigen und grossen Open Source Projekten anwesend und für Diskussionen verfügbar. Insofern war es sehr ergieb und ich hoffe, dass sich die geplanten Zusammenarbeiten auch realisieren lassen werden. We'll see...

Für alle die Facebook haben: Auf meinen Profil "Joël Fisler" finden sich zahlreiche Photos die ich während dem Summit mit meinem iPhone raufgeladen habe (ja ich habe viel Spass an meinem neuen iPhone, ja ich bin ein Jünger Steve Jobs, ja Apple ist mittlerweile auch eine grosse böse Firma wie Microsoft und ja, ich kauf trotzdem weiterhin Apple Produkte, sorry :-)

Sonntag, 7. September 2008

525 China Fotos online

Um auch die neugierigsten unter euch zu befriedigen habe ich gestern ganze 525 China-Fotos in meiner Foto-Gallerie publiziert. Ich habe sie nach Staat/Stadt aufgeteilt um es ein bisschen übersichtlicher zu machen. Total warens übrigens 2095 Fotos die ich vom 3. Juli bis 12. August 2008 in China gemacht habe. Soviel zur Statistik... Viel Spass beim durchstöbern. Es gibt übrigens eine Diashow-Funktion.

Hab mich übrigens ganz gemächlich an Facebook gewagt. Und da es ein praktisches Facebook Plugin für iPhoto gibt (mit dem jeder Depp innert Minuten sein Facebook-Fotoalbum zum überlaufen bringt) hab ich einen Teil der China-Fotos auch gleich dort raufgeladen. Voll exhibitionistisch, ich weiss, aber schaut doch trotzdem rein und hinterlasst Kommentare :-) Soll man das überhaupt machen, private Fotos online stellen?? I dont know... Wo liegen die Gefahren? Die Diskussion ist eröffnet!